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KI-Lösungen im Überblick: Anwendungsfälle & Produkte für den Mittelstand

Von intelligenten Assistenten über Bild- und Datenanalyse bis zur KI-Schulung für Ihr Team

Künstliche Intelligenz entfaltet ihren Wert nicht als Technologie an sich, sondern im konkreten Anwendungsfall. Diese Seite gibt einen Überblick über unser KI-Lösungsportfolio und damit über alle Leistungen, mit denen wir mittelständische Unternehmen produktiver machen. Jede davon ist ein greifbarer Baustein, den wir auf Ihre Prozesse zuschneiden und in Ihre bestehenden Systeme integrieren. Wo sensible Daten verarbeitet werden, läuft die Technik auf Wunsch DSGVO-konform auf lokaler Infrastruktur.

Intelligente KI-Assistenten und Chatbots

Ein KI-Assistent beantwortet die Fragen Ihrer Mitarbeiter und Kunden aus Ihrem eigenen Wissen, nicht aus generischem Internetwissen. Über Retrieval Augmented Generation (RAG) durchsucht er zuerst Ihre Knowledge-Base und formuliert die Antwort erst danach. Zu jeder Auskunft zeigt er das Dokument, aus dem sie stammt.

  • Interner Wissensassistent: Mitarbeiter finden Antworten aus Handbüchern, Richtlinien und Prüfprotokollen in Sekunden statt in Stunden.
  • Kundenservice-Assistent: Wiederkehrende Anfragen werden sofort beantwortet, auch außerhalb der Bürozeiten.
  • Dokumenten-Recherche: Fragen an große Dokumentenbestände stellen und die Antwort mit dem Beleg dazu erhalten.

Das Produkt dahinter heißt DIALOG.pro: ein KI-Assistent, der Ihrem Unternehmen gehört und in Österreich betrieben wird. Wie ein LLM-Chatbot aufgebaut ist und was er kostet, erklärt der Leitfaden LLM-Chatbots, samt den Wegen zu einem datenschutzkonformen Betrieb.

Prozessautomatisierung mit KI-Agenten

Wiederkehrende, regelbasierte Abläufe übernehmen KI-Agenten. Sie verbinden Ihre Systeme und arbeiten Aufgaben eigenständig ab.

  • Workflow-Automatisierung über Werkzeuge wie n8n, angebunden an Ihre bestehenden Anwendungen.
  • Posteingang-Triage: Ein Sprachmodell erkennt Anliegen und Priorität einer eingehenden Nachricht und leitet sie an die zuständige Stelle weiter.
  • Datenübertragung zwischen Systemen, damit niemand Datensätze von einer Maske in die nächste abtippt.

Welche Abläufe sich dafür eignen, steht unter Prozessautomatisierung und KI-Agenten.

Dokumenten- und Rechnungsverarbeitung

Belege und Dokumente werden automatisch ausgelesen, die relevanten Felder gehen strukturiert an Ihre Systeme. Dieser Anwendungsfall führt oft am schnellsten zu einem messbaren Ergebnis, weil der Vorgang heute an vielen Stellen von Hand läuft.

  • Rechnungserfassung: Rechnungsnummer, Betrag, Steuersätze und Fälligkeit kommen aus dem Posteingang heraus und werden gegen die Bestellung abgeglichen.
  • Dokumentenklassifizierung: Eingehende Dokumente landen beim richtigen Vorgang, auch dann, wenn in einer Mail vier Anhänge stecken und nur einer davon eine Rechnung ist.

Welche Belegarten das abdeckt, lesen Sie auf KI-Rechnungsverarbeitung.

Datenanalyse und Vorhersagen aus Tabellendaten

Welche Kunden springen ab, wann braucht eine Maschine Wartung? Die Antwort steckt oft schon in ERP, CRM und über Jahre gewachsenen Excel-Listen. Ob der Bestand sie trägt, klärt zuerst eine Datenanalyse, und erst danach entsteht ein Modell.

  • Datencheck: eine Übersicht Ihrer Datenquellen samt Urteil über deren Qualität, dazu die Lücken, die zuerst zu schließen sind.
  • Prognose und Klassifikation: Machine Learning auf strukturierten Daten, meist mit Gradient-Boosting-Verfahren, die mit weniger Daten auskommen als ein neuronales Netz und zeigen, woran eine Vorhersage hängt.

Die Bestandsaufnahme beschreibt die Seite Datenanalyse, die Modellarbeit danach KI auf Tabellendaten. Beides lässt sich vollständig auf eigener Infrastruktur betreiben.

Bildanalyse mit Computer Vision

Eine Kamera über dem Band und ein Modell, das über Gutteil oder Ausschuss entscheidet: Computer Vision übernimmt wiederkehrende Sichtprüfungen, die heute ein Mensch macht.

  • Sicht- und Vollständigkeitsprüfung: Kratzer, fehlende Bohrungen oder ein schief sitzendes Typenschild werden am Prüfplatz erkannt.
  • Zählen und Vermessen ohne Kontakt zum Werkstück, mit einer kalibrierten Kamera.
  • Auffälligkeiten finden, auch wenn Fehlerbilder selten sind: Das Modell lernt an Gutteilen und meldet, was davon abweicht.

Am Anfang steht eine Machbarkeitsprüfung an Aufnahmen, die Sie schon haben; betrieben werden die Modelle danach auf Ihrer eigenen Hardware. Anwendungsfälle und Ablauf stehen unter Computer Vision.

KI-Coding-Assistenten für Entwicklerteams

Coding-Assistenten wie GitHub Copilot, Claude Code und Cursor sind im Entwicklerteam schnell installiert. Ob daraus Tempo entsteht oder Nacharbeit, entscheidet die Art der Einführung.

  • Werkzeugauswahl und Pilot: ein herstellerunabhängiger Vergleich an Ihrem Stack, danach ein kurzer Pilot an echten Aufgaben.
  • Nutzungsregeln: wo ein Assistent eingesetzt werden darf und welche Review-Pflicht für generierten Code gilt, Lizenz- und Datenschutzfragen eingeschlossen.
  • Erfolgsmessung: Kennzahlen, die vor dem Piloten feststehen, damit die Auswertung am Ende keine Geschmacksfrage ist.

Was dabei zu entscheiden ist, steht unter KI-Coding-Assistenten. Die drei genannten Werkzeuge sind Cloud-Dienste; wer seinen Quellcode nicht aus dem Haus geben will, klärt diesen Punkt vor der Auswahl.

Lokale, DSGVO-konforme KI-Infrastruktur

Das Fundament unter den übrigen Lösungen. Wenn sensible Daten im Spiel sind, läuft das Modell dort, wo Sie die Kontrolle behalten: auf Ihrer eigenen Hardware, in einem Rechenzentrum in Österreich oder auf einem gemieteten Server in einem deutschen Rechenzentrum von Hetzner, ohne Umweg über US-Clouds.

  • On-Premise, Hosting in Österreich oder ein gemieteter Server in Deutschland mit freier Modellwahl und ohne Lock-in.
  • Datensouveränität als Grundlage für Betriebe, die ihre Daten nicht außer Haus geben dürfen.

Hardware, Kostenrahmen und Betrieb beschreibt die Seite Lokale KI-Infrastruktur.

Digitale Marktforschung

KI erschließt öffentlich zugängliche Quellen und verdichtet sie zu einem Bericht: was Ihre Zielgruppe schreibt, wie Ihr Wettbewerb dabei wegkommt, welche Themen gerade aufkommen. Eine Befragung ersetzt diese Auswertung nicht. Sie läuft dafür fortlaufend, während eine klassische Erhebung jedes Mal einen eigenen Auftrag braucht.

Wettbewerbsanalyse, Trendmonitoring und Kundenstimmen im Detail: Digitale Marktforschung.

KI-Schulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte

Eine Lösung bringt nur so viel, wie die Menschen daraus machen, die sie bedienen. Unsere Schulungen und Workshops zeigen Ihrem Team, wofür sich ein Sprachmodell im Alltag eignet und wann man seinen Antworten nicht trauen sollte, von der Einführung für ganze Abteilungen bis zum kompakten Termin mit der Geschäftsführung. Seit Februar 2025 muss ein Unternehmen nach Artikel 4 EU AI Act für ausreichende KI-Kompetenz der Leute sorgen, die bei ihm mit KI-Werkzeugen arbeiten; einen Nachweis über die Teilnahme stellen wir auf Wunsch aus.

Formate, Werkzeuge und Förderfragen stehen unter KI-Schulung.

Transparenzpflichten nach Artikel 50 EU AI Act

Artikel 50 des EU AI Act verlangt seit dem 2. August 2026 Transparenz. Betreibt Ihr Unternehmen ein KI-System, das unmittelbar mit Menschen kommuniziert, etwa einen Assistenten im Kundenservice, muss für diese Menschen erkennbar sein, dass eine KI antwortet. Für die Lösungen auf dieser Seite läuft das meist auf einen Hinweis beim ersten Kontakt hinaus.

Wo Ihr Unternehmen bei den Grundpflichten steht, zeigt der kostenlose EU-AI-Act-Check in rund drei Minuten. Risikoklassen und Fristen im Überblick stehen auf der Seite zum EU AI Act.

Von der Lösung zum Projekt

Keine dieser Lösungen wird „von der Stange“ verkauft. Vor der Auswahl steht die Frage, welcher Vorgang in Ihrem Betrieb genug Aufwand bindet, um ein eigenes Projekt zu tragen. Aus der Antwort wird ein klar abgegrenztes Vorhaben mit Fixpreis. Welches Modell darin arbeitet, ist eine Folgeentscheidung und wechselt über die Laufzeit; welche Entwicklungen im Feld für einen Betrieb überhaupt zählen, steht unter neueste Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz. Den Ablauf beschreibt der Leitfaden KI einführen im Unternehmen, den übergeordneten Rahmen setzt die KI-Strategie. Die Begleitung über alle Schritte leistet unsere KI-Beratung; was sie kostet, lesen Sie unter Was kostet eine KI-Beratung?.

Förderung für Ihre KI-Lösung

Für KMU mit Standort in Oberösterreich sind die hier gezeigten Umsetzungsprojekte für DIGITAL.PLUS 26 anrechenbar. Eine reine Schulung ohne ein solches Vorhaben nimmt das Programm aus, ein Workshop, der die Einführung begleitet, zählt dagegen mit. Das Programm trägt bis zu 35 % der Projektkosten, gedeckelt bei € 7.000, und setzt dafür Projektkosten von mindestens € 12.000 voraus; Analyse und Umsetzung gehören deshalb in der Regel in denselben Antrag. Welche Ihrer Vorhaben dazu zählen, klären wir vor der Einreichung. Alle Details finden Sie auf der Seite DIGITAL.PLUS 26 und im Förder-Überblick.

Welche Lösung passt zu Ihnen?

Der erste Schritt ist ein kostenloses Erstgespräch, online oder bei uns in Wels. Darin gehen wir Ihre Vorgänge durch und benennen den Anwendungsfall mit dem klarsten Ergebnis. Für ihn schlagen wir Ihnen die passende Lösung mit einem transparenten Fixpreis vor. Wenn Sie dafür eine KI-Beratung in Oberösterreich suchen, ist das der Einstieg.

Häufige Fragen

Woran erkennen wir, welcher KI-Anwendungsfall bei uns den größten Hebel hat?

Vier Größen lassen sich ohne Projekt erheben: wie oft ein Vorgang anfällt, wie lange er pro Durchlauf dauert, was ein Fehler darin kostet und ob die nötigen Daten strukturiert vorliegen. Ein Vorgang, der täglich hundertmal anfällt und je zehn Minuten bindet, schlägt den seltenen Sonderfall, der technisch reizvoller aussieht. Fehlt die Datengrundlage, steht sie vor dem KI-Projekt. Diese Erhebung ist der Inhalt der Prozessanalyse und kein eigenes Vorprojekt.

Welche der Lösungen lassen sich vollständig im eigenen Haus betreiben?

Assistenten, Agenten und Dokumentenverarbeitung laufen auf Wunsch vollständig auf lokaler, DSGVO-konformer Infrastruktur, im eigenen Serverraum oder bei einem österreichischen Betreiber. Bei Coding-Assistenten liegt der Fall anders: GitHub Copilot, Claude Code und Cursor sind Cloud-Dienste, bei denen der Kontext Ihrer Dateien zum Anbieter geht. Wer Quellcode nicht aus dem Haus geben möchte, klärt das vor der Werkzeugauswahl und nicht danach.

Zählt die Beratung zum förderfähigen Projekt oder nur die Umsetzung?

DIGITAL.PLUS 26 rechnet Beratungs- und Umsetzungsleistungen an, also die Analyse ebenso wie die Einführung der Lösung. Genau deshalb lohnt ein gemeinsamer Antrag für beides: Eine einzelne Beratungsleistung bleibt für sich genommen meist unter der Projektkostenschwelle des Programms. Wir prüfen die Anrechenbarkeit vor der Einreichung und begleiten den Antrag.

Lässt sich eine KI-Lösung an ein bestehendes ERP oder CRM anbinden?

Die Anbindung hängt weniger an der KI als am Zielsystem. Drei Punkte klären wir vorab: ob das System eine dokumentierte Schnittstelle mitbringt oder nur über die Oberfläche bedienbar ist, wer darin welche Rechte bekommt, und in welchem Zustand die Daten dort liegen. Wo eine Schnittstelle fehlt, übernimmt eine Automatisierungsplattform wie n8n die Kopplung. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt Prozessautomatisierung mit KI-Agenten.

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