Rechnungen und Dokumente auslesen lassen, statt sie abzutippen.
In jeder Buchhaltung liegt der Stapel, den niemand haben will: Eingangsrechnungen, Lieferscheine, Kontoauszüge, Verträge. Jemand tippt die Daten ab, ordnet sie zu und legt sie ab. Multimodale Sprachmodelle lesen dieselben Dokumente, ob sauberes PDF, Scan oder Foto aus der Werkshalle, holen die relevanten Felder heraus und übergeben sie an Ihre Systeme. Vom Stapel bleibt der Teil übrig, bei dem wirklich jemand hinsehen muss.
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Die Arbeit, die in keinem Prozesshandbuch steht
Rechnungsdaten wandern ins Buchhaltungsprogramm, Lieferscheinpositionen ins ERP, Vertragsfristen in eine Excel-Tabelle. Diese Arbeit taucht in keiner Prozessbeschreibung auf, weil sie längst selbstverständlich ist. Sie bindet trotzdem jeden Monat Arbeitstage qualifizierter Leute.
Erhebungen zur Eingangsrechnungsverarbeitung geben die Größenordnung. Die knapp 2.000 Handwerksbetriebe, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks Anfang 2026 befragt hat, erhielten 2025 im Schnitt rund 1.200 Eingangsrechnungen, also etwa hundert im Monat. Wie viele Rechnungen eine Rückfrage brauchen, misst Ardent Partners für Kreditorenabteilungen, überwiegend in Großunternehmen: Im Schnitt gelten dort 18,4 % als Ausnahme, die nicht ohne Eingriff durchläuft. Quellen: Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), Pressemitteilung vom 18.5.2026; Ardent Partners, The State of ePayables 2025
Teurer als die Zeit sind die Fehler: eine vertauschte Ziffer in der Kontonummer, eine übersehene Position auf Seite drei, eine Skontofrist, die im Stapel liegen bleibt. Das fällt oft erst im Mahnlauf auf. KI-Dokumentenverarbeitung dreht die Rollen um. Die Maschine liest und erfasst, Ihre Mitarbeiter prüfen und entscheiden.
Welche Dokumente die KI für Sie verarbeitet
Eingangsrechnungen und Belege
Rechnungsnummer, Betrag, Steuersätze, Lieferant, Fälligkeit und Buchungskonto liest die KI aus und gleicht sie gegen die Bestellung ab. Auch dann, wenn ein Lieferant sein Layout ohne Ankündigung ändert oder die Bestellnummer nur im Fließtext steht.
Verträge und rechtliche Dokumente
Laufzeiten, Kündigungsfristen, Vertragsparteien und kritische Klauseln werden extrahiert und zusammengefasst. Bei einigen hundert Verträgen sehen Sie damit auf einen Blick, welche sich im nächsten Quartal stillschweigend verlängern.
Lieferscheine und Auftragsdokumente
Positionen, Mengen und Artikelnummern kommen aus Lieferschein und Auftragsbestätigung heraus und werden mit Bestellung und Rechnung abgeglichen. Auch die Sammelrechnung, die auf vier einzelne Lieferscheine verweist, löst sich damit auf.
Kontoauszüge und Finanzdokumente
Buchungen werden strukturiert erfasst und kategorisiert, ebenso aus eingescannten Auszügen in älteren Bankformaten. In der vorbereitenden Buchhaltung ist das meist der Schritt, den die Mitarbeiter zuerst spüren.
Fotografierte und eingescannte Belege
Der schnell geknipste Lieferschein aus der Werkshalle und das schiefe Handyfoto einer Tankquittung liefern verwertbare Felder. Handschriftliche Ergänzungen am Rand liest das Modell mit, soweit sie überhaupt lesbar sind.
Posteingang und E-Mail-Anhänge
Dokumente aus einem Sammelpostfach werden klassifiziert, dem richtigen Vorgang zugeordnet und an das Zielsystem übergeben. Die Mail mit drei Anhängen, von denen nur einer eine Rechnung ist, landet damit nicht mehr auf dem Stapel.
So läuft die automatische Verarbeitung ab
In vier Schritten vom eingehenden Dokument zum fertigen Datensatz in Ihrem System.
01
Erfassen
Dokumente kommen per E-Mail, Upload, Scan oder aus einem überwachten Ordner. PDF, Foto oder Screenshot: Ein einheitliches Format ist nicht nötig.
02
Verstehen
Die KI erkennt den Dokumenttyp und liest die relevanten Felder aus. Das gilt auch für mehrseitige Dokumente, wechselnde Layouts und Positionen, die über einen Seitenumbruch laufen.
03
Prüfen und Abgleichen
Die Werte laufen gegen Ihre Stammdaten: Rechnung gegen Bestellung, Lieferschein gegen Auftrag. Was nicht zusammenpasst oder unsicher gelesen wurde, wird markiert.
04
Übergeben
Die geprüften Datensätze gehen an ERP, Buchhaltung, DMS oder CRM. Ihr Team bearbeitet nur noch die markierten Ausnahmen.
Was die Automatisierung Ihnen bringt
Aus Erfassen wird Prüfen
Was heute Zeile für Zeile abgetippt wird, liegt binnen Sekunden strukturiert vor. Ihre Sachbearbeiter sehen sich die auffälligen Fälle an, statt jeden Beleg gleich gründlich zu behandeln.
Weniger Fehler, prüfbare Historie
Vertauschte Ziffern und übersehene Positionen werden seltener, weil niemand mehr abschreibt. Jeder Schritt wird protokolliert, mit Zeitpunkt, Modellvorschlag und Freigabe durch einen Menschen.
DSGVO-konform, auf Wunsch vollständig lokal
Rechnungen und Verträge enthalten sensible Daten. Wo sie verarbeitet werden, legen Sie fest; aus diesem Bereich gibt kein Beleg eine Kopie nach außen.
Integriert statt isoliert
Die Lösung dockt an Ihre bestehenden Systeme an: ERP, Buchhaltung, DMS, CRM. Auch ohne offene Schnittstelle kommen die Daten dort an, wo gebucht wird. Eine weitere Insel entsteht dabei nicht.
Sensible Dokumente gehören nicht in die US-Cloud
Rechnungen, Verträge und Personalakten zählen zu den vertraulichsten Unterlagen eines Unternehmens. Wer sie zur Verarbeitung an einen US-Cloud-Dienst schickt, gibt die Kontrolle darüber ab und kann kaum belegen, wo eine Kopie liegen bleibt. Wir betreiben die Dokumentenverarbeitung deshalb auf Wunsch vollständig auf Ihrer eigenen Hardware, in einem österreichischen Rechenzentrum oder in einem deutschen Rechenzentrum von Hetzner. Am Komfort ändert das nichts, am Datenabfluss alles.
Mehr über unsere lokale KI-Infrastruktur · DIALOG.pro als KI-Wissensassistent
Besonders relevant für dokumentenintensive Branchen
Wo täglich Belegstapel, Mandantenunterlagen oder Vertragswerke anfallen, ist der Hebel am größten. Für Steuerberatungen, Kanzleien und Wirtschaftsprüfer haben wir die Anforderungen gesondert aufbereitet, samt Verschwiegenheitspflicht und Betrieb im eigenen Haus.
KI für Kanzleien & Steuerberater · Prozessautomatisierung mit AI Agents
Förderung verfügbar
Dieses Projekt kann im Rahmen von DIGITAL.PLUS 26 mit bis zu € 7.000 Zuschuss gefördert werden. Antragsberechtigt sind KMU mit Standort in Oberösterreich, sofern sie aktives Mitglied der WKO Oberösterreich sind. Antragsfrist: 2. November 2026.
Häufige Fragen zur KI-Rechnungsverarbeitung
Worin unterscheidet sich das von der Belegerkennung unserer Buchhaltungssoftware?
Wie zuverlässig liest die KI aus, und was passiert bei Zweifelsfällen?
Was, wenn unser ERP keine passende Schnittstelle hat?
Was passiert mit dem Originalbeleg und der Nachvollziehbarkeit?
Wie fangen wir an und wie lange dauert die Einführung?
Ist die Einführung einer KI-Dokumentenverarbeitung förderbar?
Welche Dokumente kosten Ihr Team am meisten Zeit?
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