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Lagebild KI-Sicherheit: Kennzahlen zu KI-Vorfällen

KI ist an Sicherheitsvorfällen auf beiden Seiten beteiligt, als Werkzeug der Angreifer und als Ziel. Nach dem Cost of a Data Breach Report 2026 von IBM und dem Ponemon Institute setzten Angreifer bei jedem vierten Vorfall mit böswilligem Angriff KI ein, und solche Vorfälle kosteten rund 1 Mio. US-Dollar mehr als der weltweite Durchschnitt. Von den Organisationen, die einen Vorfall gegen ihre KI-Modelle oder KI-Anwendungen meldeten, hatten 92 % keine ordentliche Zugriffskontrolle für ihre KI.

Zuletzt gegen die Primärquellen geprüft am 10. Oktober 2026

92 %

der Organisationen mit einem Vorfall, der sich gegen ihre KI-Modelle oder KI-Anwendungen richtete, hatten keine ordentliche Zugriffskontrolle für ihre KI

IBM und Ponemon Institute 2026

1 von 4

Vorfällen mit böswilligem Angriff war KI-gestützt, 56 % mehr als im Vorjahr; solche Vorfälle kosteten rund 1 Mio. USD mehr als der weltweite Durchschnitt

IBM und Ponemon Institute 2026

247 Tage

dauerte es im Mittel, eine Datenpanne zu erkennen (183 Tage) und einzudämmen (64 Tage)

IBM und Ponemon Institute 2026

  • 92 %: Für einen Betrieb mit KI-Assistenten heißt das: Die erste Frage gilt dem Konto, unter dem der Assistent arbeitet, und dem, was dieses Konto darf.
  • 1 von 4: KI-gestützte Täuschung trifft einen Handwerksbetrieb genauso wie einen Konzern; klare Freigabewege für Zahlungen und Zugangsdaten wirken unabhängig von der Unternehmensgröße.
  • 247 Tage: Ein Werkzeugaufruf, den kein Protokoll festhält, fällt keiner Auswertung auf; wer die Protokolle seines KI-Systems nicht liest, verlängert dieses Fenster.

4,99 Mio. USD

kostete eine Datenpanne die untersuchten Organisationen weltweit im Durchschnitt, 12 % mehr als im Vorjahr

IBM und Ponemon Institute 2026

37 %

der untersuchten Organisationen mit Datenpanne verschlüsselten sensible Daten nach eigener Angabe sowohl gespeichert als auch bei der Übertragung

IBM und Ponemon Institute 2026

1,93 Mio. USD

geringere Kosten je Vorfall und 65 Tage schneller beim Erkennen und Eindämmen: Organisationen, die KI und Automatisierung in der Sicherheit umfassend einsetzten, verglichen mit Organisationen ohne diese Werkzeuge

IBM und Ponemon Institute 2026

  • 4,99 Mio. USD: Der Wert ist ein weltweiter Durchschnitt und taugt nicht als Schätzung für den eigenen Betrieb; er zeigt die Richtung, in die sich die Kosten bewegen.
  • 37 %: Bei KI-Systemen gehören RAG-Index und Protokolle zu diesen Daten: Sie enthalten dieselben Inhalte wie die Originaldokumente und brauchen denselben Schutz.
  • 1,93 Mio. USD: KI hilft auch der Verteidigung; im Mittelstand beginnt das selten mit einem eigenen Security Operations Center, eher mit der automatischen Auswertung von Protokollen, die ohnehin anfallen.

63 %

der untersuchten Organisationen mit Datenpanne hatten im Bericht 2025 keine Richtlinien für KI-Governance

IBM 2025

  • 63 %: Eine schriftliche Regel, welche KI-Werkzeuge mit welchen Daten genutzt werden dürfen, ist der einfachste Schritt auf dieser Liste und die Grundlage für alle weiteren.

Wie wir die Zahlen prüfen

Jede Zahl auf dieser Seite haben wir beim Herausgeber nachgelesen, nicht in einer Meldung über den Bericht. Verlinkt ist die Stelle, an der der Wert steht: die Berichtsseite von IBM, die Pressemitteilung, der Beitrag von IBM X-Force oder das Berichts-PDF. Wo das Video zum Bericht eine Zahl anders zuschneidet als der Bericht selbst, gilt der Bericht.

Das Datum über den Kennzahlen zeigt, wann wir zuletzt alle Werte gegen die Primärquellen gehalten haben. Mit jedem neuen Bericht von IBM aktualisieren wir die Seite einmal im Jahr. Eine Zahl, für die wir keinen Beleg finden, wird gestrichen und nicht aus zweiter Hand übernommen.

Die Werte sind weltweit erhoben und stellen keine österreichische Stichprobe dar. Sie beschreiben Organisationen, die eine Datenpanne hatten, und taugen deshalb als Richtung, nicht als Wahrscheinlichkeit für den eigenen Betrieb.

Was das für ein mittelständisches Unternehmen in Österreich bedeutet

Die Zahl mit dem größten Hebel ist die zur Zugriffskontrolle. Ein KI-Assistent, der unter einem technischen Benutzer mit weitreichenden Rechten läuft, kann im Fehlerfall alles lesen und auslösen, was dieser Benutzer darf. Wie Rechte für Assistenten und Agenten zugeschnitten werden, beschreibt unsere Seite zu Excessive Agency (OWASP LLM06). Was ein Agent mit solchen Rechten anrichtet, wenn er eine präparierte E-Mail oder ein präpariertes Dokument verarbeitet, zeigt die Seite zu Zero-Click-Angriffen auf KI-Agenten.

Lokaler Betrieb ändert daran nur einen Teil. Ein Modell auf eigener Hardware kann Anfragen und Dokumente im Haus halten, Zugriffskontrolle und Protokollierung bleiben trotzdem Aufgabe des Betriebs. Ein lokaler Assistent ohne Rechtekonzept gehört zur selben Gruppe in der Statistik wie einer in der Cloud.

Die Governance-Zahl betrifft Betriebe jeder Größe. Ohne eine Regel, welche KI-Werkzeuge mit welchen Daten genutzt werden dürfen, entscheidet jeder Mitarbeitende selbst, auch über private Zugänge. Wie man das erfasst und in einen freigegebenen Weg überführt, steht auf unserer Seite zu Schatten-KI.

Die Dauer bis zur Erkennung ist der Punkt, an dem ein kleiner Betrieb am meisten aufholen kann. Ein KI-System, das jede Anfrage und jeden Werkzeugaufruf protokolliert, liefert die Spuren, ohne die ein Vorfall monatelang unbemerkt bleibt. Den Überblick über alle Angriffswege gibt die Seite zur KI-Sicherheit.

Weiterführend

Häufige Fragen

Gelten die Zahlen auch für kleine Unternehmen?

Teilweise. Absolute Werte wie die Kosten je Vorfall helfen einem Betrieb mit hundert Mitarbeitenden wenig bei der eigenen Rechnung. Die Anteile tragen weiter: Ob ein KI-Assistent eine ordentliche Zugriffskontrolle hat oder ob sensible Daten verschlüsselt sind, ist keine Frage der Unternehmensgröße. Wer ein solches System betreibt, kann die eigene Antwort auf diese Fragen direkt neben die Zahl legen.

Warum stehen hier keine österreichischen Zahlen?

Weil uns keine vergleichbare Erhebung mit offengelegter Methodik bekannt ist, die KI-Beteiligung an Sicherheitsvorfällen in Österreich ausweist. Wir übernehmen eine Zahl erst, wenn Herausgeber, Jahr, Bezugsgröße und Methode nachvollziehbar sind; eine Schätzung aus einer Pressemeldung genügt dafür nicht. Erscheint eine solche Erhebung, kommt sie mit Quelle auf diese Seite und neben die weltweiten Werte. Bis dahin ist die Einordnung unter jeder Zahl der Weg, sie auf einen österreichischen Betrieb zu übertragen.

Wie oft wird das Lagebild aktualisiert?

Einmal im Jahr, nachdem der neue IBM-Bericht erschienen ist. Zwischen zwei Berichten bleiben die Werte stehen, auch wenn Meldungen neuere Zahlen nennen: Eine Zahl aus einer anderen Studie kommt erst auf die Seite, wenn sie mit Herausgeber, Jahr und Link in unserer Quellensammlung steht. Wer eine Zahl von dieser Seite zitiert, nennt am besten das Prüfdatum oben mit. Dann bleibt nachvollziehbar, auf welchen Bericht sie sich bezieht, auch nach der nächsten Aktualisierung.

Woher stammt die Zahl zu den Zugriffskontrollen?

Aus dem Cost of a Data Breach Report 2026, den das Ponemon Institute im Auftrag von IBM erstellt hat. Rund jede fünfte untersuchte Organisation meldete einen Vorfall, der sich gegen KI-Modelle oder KI-Anwendungen richtete; von diesen hatten 92 % keine ordentliche Zugriffskontrolle für ihre KI. Die Bezugsgröße ist damit die Gruppe mit einem solchen Vorfall, nicht alle Unternehmen. Verlinkt ist der Beitrag von IBM X-Force, weil die Pressemitteilung nur den ersten Teil der Aussage nennt.

Wo stünde Ihr KI-System in dieser Statistik?

Der KI-Sicherheitscheck prüft die Punkte, an denen die Vorfälle im Bericht ansetzen: den Datenfluss und die Rechte Ihres Assistenten oder Agenten, mit einer priorisierten Befundliste.

Oder schreiben Sie uns direkt: [email protected]  |  +43 660 31 96 763

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