Der KI-Sicherheitscheck
Der KI-Sicherheitscheck ist eine strukturierte Prüfung eines produktiven oder geplanten KI-Systems: Wir gehen den Datenfluss durch, greifen das System mit wiederholbaren Testfällen an und übergeben eine priorisierte Befundliste. Gedacht ist er für Unternehmen, die einen KI-Assistenten, einen Agenten oder ein lokales Modell betreiben oder einführen. Geprüft werden Architektur, Rechte und angebundene Werkzeuge, das Modell ist nur ein Teil davon.
Was geprüft wird
Die Prüfung beginnt beim Datenfluss und nicht beim Modell. Fünf Bereiche gehen wir in dieser Reihenfolge durch:
Datenfluss
Wir zeichnen auf, welche Daten in das System hineingehen, wo sie verarbeitet werden, wer die Antworten sieht und was das System außerhalb seiner selbst auslöst. Diese Zeichnung ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Schritte und deckt viele Probleme auf, bevor ein einziger Test läuft.
Injection-Tests
Der erste Testblock greift den System Prompt direkt an, der zweite bringt Anweisungen indirekt ins Spiel: über Dokumente, E-Mails oder Webseiten, die das System verarbeitet. Geprüft wird, ob das System mitspielt und worauf es in diesem Moment zugreifen kann.
Zugelieferte Bausteine
Wir sehen uns an, woher das Modell stammt und welche Bibliotheken, Plugins und Datenquellen angebunden sind. Ein kompromittierter Baustein vererbt sein Risiko an die gesamte Anwendung, auch wenn die eigene Konfiguration sauber ist.
Rechte und Werkzeuge
Was darf der Assistent oder Agent ausführen, mit welchem Konto und nach wessen Freigabe? Hier zeigt sich, wie groß der Schaden wäre, wenn das Modell eine Anfrage vollständig missversteht oder ein Angriff gelingt.
Befundliste
Jede Feststellung bekommt eine Einschätzung von Aufwand und Wirkung und einen Platz in der Reihenfolge. So entscheiden Sie auf einer belastbaren Grundlage, was zuerst umgesetzt wird.
Wie die Zeichnung des Datenflusses aussieht und wo sensible Daten dabei auftauchen, zeigt die Seite zu Datenflüssen in KI-Systemen. Die Angriffswege hinter den Tests beschreiben wir auf eigenen Seiten: Prompt Injection (OWASP LLM01), Supply Chain (OWASP LLM03) für die zugelieferten Bausteine und Excessive Agency (OWASP LLM06) für Rechte und Werkzeuge.
Ablauf
Umfang und Dauer richten sich nach der Zahl der angebundenen Systeme; was geprüft wird, legen wir im Kickoff fest. Der Check läuft in vier Schritten:
- Kickoff. Gemeinsam mit Ihrem Team zeichnen wir den Datenfluss des Systems und legen fest, welche Teile geprüft werden und gegen welche Umgebung die Tests laufen.
- Prüfung. Die Tests laufen nach Absprache gegen ein Test- oder Produktivsystem. Betreibt ein Dienstleister das System, holen wir vorher dessen Einverständnis ein.
- Befundgespräch. Wir gehen die Befunde mit Ihnen durch, zeigen die Nachweise und besprechen die Reihenfolge der Maßnahmen.
- Nachprüfung. Sind die wichtigsten Maßnahmen umgesetzt, lassen wir die betroffenen Testfälle erneut laufen.
Was Sie am Ende in der Hand haben
Das Ergebnis ist ein Dokument, mit dem Ihre IT, Ihr Dienstleister und die Geschäftsführung gleichermaßen arbeiten können. Es besteht aus vier Teilen:
- Eine Befundliste: je Befund eine Beschreibung, der Nachweis, die Einschätzung von Aufwand und Wirkung und die empfohlene Reihenfolge der Umsetzung.
- Das Datenflussdiagramm aus dem Kickoff, ergänzt um die Stellen, an denen die Prüfung etwas gefunden hat.
- Das Testprotokoll der Injection-Fälle mit Eingabe, Antwort des Systems und Bewertung, damit sich jeder Fall später wiederholen lässt.
- Auf Wunsch die Nachprüfung, sobald die wichtigsten Maßnahmen umgesetzt sind.
Für wen der Check gedacht ist
Zuerst für Unternehmen, deren KI-System wir selbst gebaut haben oder gerade bauen, etwa einen Assistenten auf lokaler KI-Infrastruktur. Dort kennen wir die Architektur bereits und können die Härtung direkt in das Projekt einplanen. Setzen Sie KI-Werkzeuge von anderen Anbietern ein, prüfen wir nach Absprache mit dem Betreiber.
Ein Netzwerk-Pentest ist der Check nicht. Er prüft das KI-System in seiner Architektur: Prompt, Index, Rechte und Werkzeuge. Wo ein Penetrationstest der Infrastruktur nötig ist, sagen wir das im Befund.
Wer prüft

Jonas Heschl
Gesellschafter & Technologie
Jonas Heschl verantwortet den KI-Sicherheitscheck und ist Ihre Ansprechperson. Ausgezeichnet ist er als Preisträger der Austria Cyber Security Challenge 2025, Kategorie Senior.
Bei we-make.ai baut er die KI-Systeme, die er prüft: Assistenten auf eigenen Servern, Agenten und ihre Anbindung an Fachanwendungen. Wer die Stellen kennt, an denen beim Bauen Rechte großzügig vergeben werden oder ein Index die Berechtigungen der Ablage verliert, weiß beim Prüfen, wo er zuerst nachsehen muss.
Mehr über unser Team erfahrenFörderung verfügbar, Antragsfrist läuft
DIGITAL.PLUS 26: Bis zu € 7.000 Zuschuss für dieses Projekt
KMU mit Standort in Oberösterreich können dieses Projekt im Rahmen von DIGITAL.PLUS 26 mit einem Zuschuss von bis zu 35 % der Projektkosten (max. € 7.000) fördern lassen, sofern sie aktives Mitglied der WKO Oberösterreich sind. Projektstart ab sofort möglich, Antragstellung bis 2. November 2026.
Häufige Fragen zum KI-Sicherheitscheck
Brauchen Sie dafür Zugriff auf unser Produktivsystem?
Prüfen Sie auch einen Chatbot, den ein Dienstleister für uns betreibt?
Was unterscheidet den Check von einem Penetrationstest?
Wie oft sollte ein KI-System geprüft werden?
Können wir die Befunde selbst umsetzen?
Lassen Sie Ihr KI-System prüfen, bevor es jemand anderes tut.
Im ersten Gespräch gehen wir durch, welches System Sie einsetzen oder planen und welche Daten und Werkzeuge daran hängen. Daraus ergibt sich der passende Prüfumfang.
Oder schreiben Sie uns direkt: [email protected] | +43 660 31 96 763